PERSÖNLICHKEIT: Bewegung mit Geist

Sie fahren Rad, joggen oder schwimmen? Oder haben ein anderes, eigenes Bewegungsprogramm, mit dem Sie sich fit halten?

Haben sie schon mal versucht, dabei auch mit ihrem Geist, ihre Intention oder Absicht, ganz mit dabei zu sein?

Ist mir schon klar, dass ich das, was ich hier meine, genauer erklären muss; Wenn wir joggen gehen, ist das zu Beginn anstrengend, die Beine werden aber bald wärmer und die Bewegungen fangen an zu fliessen. Wir kommen dabei ganz schön ins Schnaufen und der Körper fängt an zu schwitzen. Mit Selbstdisziplin halten wir durch und rennen weiter. Machen wir das regelmässig, steigt die Kondition, wir kommen jedesmal schneller in Schwung und die Momente, wo wir uns selbst überwinden müssen, werden seltener.

Dabei konzentrieren wir uns ausschliesslich auf den Körper. Auf kraftvolle Bewegungen und einen guten Atemrhythmus. Viele messen gar ihren Puls und berechnen die verbrauchten Kalorien.

Was dabei fehlt, ist den Geist mit einzubeziehen. Damit meine ich nicht Mentaltechniken, wie sie Profisportler für Wettkämpfe praktizieren. Ich meine, die Schwingung während den Bewegungen in den Körper fliessen lassen.

Schauen wir den Reiter und sein Pferd an. Ich selbst reite nicht, aber ich weiss, dass sich Reiter mit dem Tier “verbinden”. Sie werden Eins mit dem Pferd – wobei sie ihre Absicht, so nehme ich an, harmonisch auf die Bewegungen des Tieres übertragen.

Die Verbindung von Geist und Körper, im selben Augenblick

Ob nun der Reiter und sein Pferd, oder der Musiker mit seinem Instrument; In erster Linie sollten wir das auch bei uns selbst machen können; die Trennung zwischen Geist und Materie aufheben. Wie genau Sie das tun, also auf welche Art, das ist nicht entscheidend. Ich sage Ihnen aber gerne, wie ich das mache, ganz automatisch, spielerisch, was mir grad in den Sinn kommt.

Wenn ich radle, lasse ich die Meridiane fliessen. Ich stell mir vor, wie die Energie jetzt die Beine durchströmt, strahlend, heiter und hell. Ich fühle, wie alle Gedanken, die überflüssig sind, aus meinem Kopf durch die Löcher des Helmes wegfliegen. Der Wind trägt sie fort.

Ist schon möglich, dass Sie das ein bisschen gepickt finden. Doch für mich ist es klärend. Ich komme eins mit Körper und zentriert im Denken wieder nach Hause.

Wir Menschen neigen dazu, es immer kompliziert zu machen. Sie können ihren Sport rein körperlich betreiben und danach ihre Mentaltechniken oder Meditationen nochmal extra praktizieren. Alles davon zeitlich für sich, zuerst das Eine, dann das Andere. Nach genauen Plänen und Anleitungen.

Doch wollen wir Spirit wirklich in unseren Körper integrieren, sollten wir mal von all den Theorien wegkommen und es wirklich auf die eigene Weise tun!

Es ist unsere reine Absicht, die sich auf die Körperzellen überträgt. Bewegungen mit Geist zu verbinden, ist für mich praktizierte Energetik.

Im Yoga oder asiatischen (Kampf)Sportarten wird das nie getrennt. Es wird in die Bewegungen hineingeatmet, die Kräfte zentriert und gelenkt.

Ein Mensch, der sich dieser Verbindung bewusst ist, muss nicht extra einen Yogakurs absolvieren, wenn ihm das nicht liegt. Er kann das auf seine persönliche Art und Weise tun; Energie und Körper verbinden, in die Zellen reinkriechen, reinatmen, reinfühlen. Dazu reicht es, ein bisschen kreativ zu sein.

blos nicht so kompliziert machen

Es ist und war mir immer schleierhaft, weshalb die Leute diese Dinge so kompliziert machen. Sie lernen die verrücktesten Techniken in den teuersten Seminarien, absolvieren Stufen und Level. Und wenn sie wieder im Alltag sind, kommt ihnen rein gar nichts davon in den Sinn. Meist fehlt dafür die Zeit, weil jede Technik oder Praktik eben Zeit kostet. Was ja auch stimmt: wenn ich jede Technik, Übung oder Anwendung, die ich je gelernt, gelesen oder gehört habe, die wirkungsvoll, grandios und super ist, auch täglich anwenden wollte, bräuchte ich Koch, Haushälterin, Gärtner und noch ein paar Helfer mehr. Und selbstverständlich auch jemand, der mir meinen Lebensunterhalt verdient.

Wenn man sich also nicht gänzlich aus dem Alltagsleben ausklinken kann, bleibt nur ein: das Wissen um diese Dinge in das tägliche Leben zu verweben.

Ich behaupte, dass ein Mensch, der sich als vollbewusstes Wesen versteht, der wirklich seinen Spirit in den Körper integrieren will, Körper und Geist nicht mehr trennt!

Der Alltag wird eins mit diesen Dingen.

Und, er braucht keine Anleitungen mehr! Er tut es einfach, intuitiv, kreativ, auf seine Weise.

Ich habe ihnen von den Meridianen fliessen lassen erzählt. Auch wenn Sie keine Kenntnisse über diese haben, wir können auch ohne Anleitung auf Papier durch die Gegend rennen, schwimmen oder radeln. Oder einfach simple Dehnungsübungen machen.

Das geht auch ohne Bewegung (Wobei wir schon nicht vergessen sollten, dass Bewegung Energie in Bewegung bringt). Sie sitzen im Zug, warten auf den Bus, egal, niemand sieht ihnen an, dass Sie grade ihre schmerzende Schulter mit Türkis füllen oder durch ein Loch in den Fusssohlen alles hinausfliessen lassen, was Sie nicht mehr brauchen.

Das fördert nicht nur das Reinfühlen, die körperliche Wahrnehmung im Gesamten, sondern verstärkt zudem den Effekt auf die Zellen, also auf Organe, Muskulatur, Sehnen und Bänder, extrem.

Sie brauchen sich nur vorzustellen, wie es fliesst. Wie Sie reine Energie mit ihrer Information prägen und in die Zellen fliessen lassen. Die Gedanken von Fliessen, Loslassen, Durchbluten und Reinigen. Ganz praktisch heisst das: wir können einzelne Stellen ausfüllen, mit Licht oder Farbe, wir können die Zellen leuchten lassen.

Stellen sie sich vor, Altes geht weg, wird von Wind oder Wasser mitgenommen und reine, strahlende, verjüngende Energie fliesst in die Waden, die Arme, den Rücken oder wo auch immer hin.

Der Körper erinnert sich!

Und damit das jetzt nicht schon wieder ein mentales Programm wird, das Sie sich einprägen müssen:

Das Schöne daran ist dass man diese Absicht nicht immer extra denken muss. Der Körper erinnert sich! Schon nach kurzer Zeit geschieht das von selbst, ohne das Sie es denken müssen. Der Körper übernimmt ihre Absicht, “ihr Programm”. Das geschieht, ohne Ihr Dazutun.

Sie wollen beim Gehen oder Joggen geerdet sein. Sie wollen die Energie in jede Bewegung hineinfliessen lassen und Sie möchten, dass Verbrauchtes den Körper verlässt.

Auch schön ist es, seinen Körper mit Ton in Schwingung zu versetzen. Ich hatte mal eine Zeit, da ging ich frühmorgens in den Wald und habe Töne gesungen. Zuerst zierte ich mich sehr, wusste ja nicht, wer da noch rumspaziert. Da ich aber schon lange morgens in dieser Gegend joggte und nie, aber niemals jemandem begegnet bin, versuchte ich es einfach. Zuerst leise und zögerlich, mit der Zeit immer intensiver  und stärker. Es war eine simple Abfolge von Vokalen, die nicht einfach “herausgesungen werden”, sondern den Körper in Schwingung versetzen. Ich sage ihnen nun nicht, wie genau man das macht, denn dann tun Sie es nicht auf ihre Weise! ;-)

Es spielt keine Rolle, WIE Sie das tun. Energie folgt Ihrer Absicht!

Dafür brauchen wir keine Liste im Kopf, kein Zettel in den Händen, rein gar nichts! Vertrauen brauchen wir. Vertrauen in sich selbst, sich wirklich als “Herr über den Körper” zu bereifen, Vertrauen in den Körper, dass er dieser Absicht gerne folgt – und ein bisschen Phantasie.

 

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