BLÜTENPORTRAIT: Die Lärche und die Weinrebe

BrandiKürzlich waren wir einige Tage im Südtirol. Wo wir morgens, himmlisch frisch ausgeschlafen (www.himmelreich.it), durch die Weinberge spazieren, fühl ich mich richtig gelöst und entspannt.

Ich denke über dies und das nach, lasse meinen Blick zu den wunderschön, herbstlich rot gefärbten Lärchenwäldern wandern und noch höher zu den Bergspitzen, die schon den ersten Schnee gekriegt haben.

In dieser sorgenlosen Stimmung, ganz weit weg von meinen alltäglichen Themen, fass ich wie aus dem Nichts, ohne ernsthaft darüber nachgedacht zu haben, ein paar Entschlüsse. Nichts Bahnbrechendes, keine grossartigen Entscheidungen, einfache Dinge, die ich vor mich hergeschoben habe, oder mindestens glaubte, sie nicht wirklich entscheiden zu müssen.

Auch später, hoch oben auf dem Reschenpass, bleibt mein Blick wieder an den Lärchenwäldern hängen und plötzlich wird mir klar, wie Schwingung funktionieren kann. Hier für mich, vielleicht auch für Sie, wenn wir so geöffnet und frei sind, um sie auch zu spüren.

Bachblüte Vine, Nr. 32

Wenn ich bei meinen Patienten alle 38 Bachblüten teste, kommt Vine (Weinrebe) sehr häufig vor. In den Büchern steht bei der Beschreibung von Vine immer der Begriff “Autorität”. Nach meiner Erfahrung passt das Wort “Durchsetzungsfähigkeit” viel besser. Sich durchsetzen, “Den Biss haben”, sich nicht ducken, weder vor Personen oder Dingen, auch nicht vor sich selbst.

Vine hilt zur Balance von “vor Autorität kuschen” oder “sich selbst autoritär aufführen”.

Vine hilft gestärkt aufzutreten, in sich gefasst, für sich und seine Anliegen zu sprechen, ohne autoritär oder hart zu werden. Aber auch nicht vor (echter oder vermeintlicher) Übermacht oder Autorität verkriechen oder verstecken.

Das tun wir ganz häufig auch vor uns selbst. Wir wüssten es zwar, manchmal fehlt aber der letzte kleine Zwick, das jetzt auch durchzusetzen und durchzuziehen.

Bachblüte Larch, Nr. 19

Die Blüte Larch ist eine der 3 Selbstvertrauensblüten in der Bachblüten-Therapie (nebst Centaury 4 und Cerato 5). Es geht bei Larch nicht um ein schlechtes Selbstwertgefühl, sondern ein durchschnittliches. Der Larch-Tpy hält sich nicht für was Besonderes, glaubt auch nicht, dass er ganz eigene, spezielle Fähigkeiten oder Talente hat, er fühlt sich eben nur mittelmässig, so wie viele andere auch. Er würde sich nie vordrängen und schon gar nicht über sich hinauswachsen. Der Lärchentyp grenzt sich dadurch selbst ein. Schade! (ähnlich wie Imperatoria)

Agieren statt reagieren

Gewisse Entscheidungen benötigen ein über sich Hinauswachsen. Wenn wir denken und handeln wie üblich, nach unseren bewährten Mustern, wird das nichts Neues werden, nichts Herausragendes. (herausragend für einem selbst, nicht für andere!)

Die Lärche darf durchaus erkennen, dass auch sie zu Besonderem fähig ist. Bescheidenheit ist hier fehl am Platz, denn es ist nichts falsch daran, seine Fähigkeiten, Potentiale und Talente zu erkennen und diese im Leben auch einzusetzen. Das nimmt niemandem Raum und Energie weg. Jeder andere darf das auch tun!

Und da war auch noch die Kastanie!

Wenn ich jetzt rückblickend die Gegend nochmals an mir vorbeiziehen lasse, waren da auch viele Kastanienwälder. Red Chestnut (Nr.25) lässt die Sorgen verblassen. Diese Blüte ist sehr hilfreich, wenn die Gedanken um eine Person (manchmal auch die Sorge um Dinge) einem total in Beschlag nehmen. Wenn man durch Fürsorge und Mitleid so verbunden ist, dass der andere Mensch einem stets durch den Kopf geht, man ihm helfen möchte, oder noch besser, sein Weg lieber gleich selbst gehen würde, nur damit nichts falsch läuft.

Die Natur bietet uns die idealen Energien um loszulassen. So ein Fährtchen durch schöne Gegenden tut der Seele gut und befreit den Kopf von allerlei Gedanken. Lassen wir uns nur öfters durch diese Schwingungen verwöhnen!

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