PFLANZENPORTRAIT: Spannung lass nach! Die Mistel

Mistel 11Scheinbar schwerelos hängt die Mistel da oben im Baum. Jetzt, zu dieser Jahreszeit wo die Bäume keine Blätter haben, scheint sie in den Ästen zu schweben.

Wegen dieser Eigenschaft, sich in fremde Bäume zu hängen, diese sozusagen “einzunehmen”, nennt man die Mistel auch einen Schmarotzer.

Sie schwäche den Baum, vorallem bei Obstbäumen könne sich das auf die Ernte auswirken.

Auch Rudolf Steiner verglich die Signatur der Pflanze mit demjenigen eines Tumors; Sich eines Wirtes (fremder Baum = fremdes Gewebe) zu ermächtigen, sich von diesem zu ernähren und dessen Wuchs zu erdrücken und zu ersticken (Aus der antroposophischen Lehre entwickelte sich das Mistelpräparat Iscador, dass zur Krebsbehandlung eingesetzt wird).

Das ist nur eine Seite der Betrachtung, obwohl ich Rudolf Steiner durchaus zustimme. Doch hat er ein anderes Merkmal ausser acht gelassen; Die Mistel ist für den Baum nicht nur ein Zehrer, sondern sie gibt auch: So sucht sie genau die Bäume aus, die auf Strahlungsfeldern stehen. «Die Mistel besitzt die Eigenschaft störende Strahlungseinflüsse in ihrem Umfeld ausgleichen zu können.»

Damit hilft sie dem Baum diese Spannungsfelder (Wasseradern- Verwerfungen – Elektrosmog), auszugleichen. Dafür, sie will ja auch was von diesem Deal haben ;-), dringt die Mistel mit Hilfe von Enzymen in den Wirtbaum ein und holt sich so Nährsalze und Wasser. Das Chlorophyll kann die Mistel dagegen selbst herstellen.

Diese Partnerschaft – Mistel hilft Baum, Baum hilft Mistel – nenn ich eher eine perfekt Symbiose, nicht eine parasitäre Erscheinung.

Übrigens werden aus demselben Grund Misteläste an Eingängen oder in Räumen von Häusern aufgehängt. Um die Bewohner vor schlechten Schwingunsfeldern zu schützen!

So ist auch das menschliche Mistelwesen nicht mit beiden Beinen auf dem Boden, wirkt ebenfalls wie in luftigen Höhen, vorallem aber, reagiert er auf Spannungsfelder sehr empfindlich.

Diese Anspannung hat Einfluss auf das vegetative Nervensystem. Ganz besonders auf die Regulation des Blutkreislaufs. Deshalb wirkt die Mistel bei Blutdruckproblemen regulierend, auf bei tiefem Blutdruck.

Viscum album werden mehrere heilkräftige Eigenschaften zugeschrieben. Sie wirke harntreibend, blutstillend, beruhigend und entzündungshemmend. Für mich ist die Mistel jedoch in erster Linie ein Kreislaufmittel, vorallem dann, wenn Schwindel auftritt. Und wenn der Patient zusätzlich unter Wetter- und Mondfühligkeit (Voll- und Leermond) oder zur Elektrosensibilität neigt. “Misteltypen” reagieren sensibel auf klimatische, atmosphärische oder elektromagentische Spannungsfelder.

meine Favoriten für die Misteltherapie

  • die Mond – und Wetterfühligkeit
  • Wasseradern, Verwerfungen
  • elektromagnetische Einflüsse

dadurch

  • Schlafwandeln, Albträume, dauernde Veränderung der Schlafstellung und Schwitzen während des Schlafs.
  • Blutdruckprobleme und Schwindel

Speziell erwähnen möchte ich die Mistel auch bei Schlafwandeln von Kindern! Insbesondere dann, wenn diese eher ein ängstliches Wesen haben, unter Albträumen leiden und sich vor Gewittern fürchten!

Hier kann man gut einen Spray mischen: 3-4 Tropfen Viscum album (Ceres Tinktur), mit 2-3 Tropfen der Bachblüte Aspen Nr.2, Cherry Plum Nr.6, Rock Rose Nr. 26. (oder Aspen plus Rescue Tropfen). In Einnahmeflasche mit Spray – Tropfenaufsatz, Mit Wasser auffüllen, Einnahme vor dem Schlafengehen und evt. nachts bei Erwachen nochmals.

Das Mistelwesen ist schlecht geerdet, deshalb oft irgendwie gar nicht richtig hier, scheint verträumt oder realitätsfern. Auf (Alltags)Stress und hitzige Situationen reagiert es sensibel (liebt die Stille), kann dem aber auch nicht komplett entfliehen. Dieses innere Spannungsfeld verursacht in erster Linie eine vegetative Unausgeglichenheit, die sich meist im Kreislauf (nervöse Herzstörungen, schwankender Blutdruck, schnell schwindlig), manchmal aber auch in einer sensiblen Verdauung zeigt.

Ich erinnere mich an eine Patientin, welche ich vor Jahren erfolgreich mit Mistel behandelte. Sie kam in die Praxis wegen starken Anfällen von Herzrasen und Schweissausbrüchen. Diese hatte sie bezeichnenderweise nur während ihrer Arbeit, einem Aushilfsjob in einem Restaurant, wo man sie ausschliesslich zu Stosszeiten “benötigte”. Die Frau wirkte etwas hart und streng mit sich selbst («ist doch keine Sache!»), war aber in ihrem Innern eher ein ruhiges, zurückgezogenes Wesen. Das konnte sie als Hausfrau – noch dazu wohnte sie in einer abgelegenen Gegend, ruhig, mitten in der Natur – innerhalb ihres Alltags gut leben. Sie hatte ihre Beschwerden nur während der Arbeit, was sie dann verständlicherweise gar nicht gebrauchen konnte. Diesen Wechsel zwischen Ruhe, Familie, Spaziergänge in der Natur, und dem plötzlichen “auf Zacksein” in einem hektischen Speiseservice zur Mittagszeit, war zuviel für ihr Nervenkostüm.

sanft beginnen

Therapeutisch muss mit einer Misteltherapie, gemeint sind Tee (kalt ansetzen) oder Tinktur, tief dosiert begonnen werden (“Einschleichen”). Also erstmal, je nach Hersteller, nur 1 x 3-5 Tropfen täglich, später dann dreimal im Tag. Ebenso erstmal 1 Tasse Tee täglich, später darf erhöht werden. In der Krebstherapie wird die Mistel nicht als Tinktur, sondern als Infusion angewendet. Darüber kann und will ich nicht sprechen, weil ich absolut keine Erfahrung damit habe!

Bei leichtem Bluthochdruck hat sich eine Kombination mit Crataegus (Weissdorn) sehr gut bewährt.

Achtung: Die Beeren der Mistel sind giftig! Mit Mistelpräparaten muss generell fein dosiert werden. evt. Einnahmemenge mit dem Muskeltest bestimmen und Angaben des Herstellers beachten!

Das Mistelwesen ist dem von Baldrian und Lavendel sehr ähnlich. Bei allen drei geht es um schlechte Erdung und damit ein Flattern des Nervenkostüms. Dennoch gibt es im Wesen dieser drei Unterschiede:

Baldrian kann Gefühle und Eindrücke schlecht verarbeiten, alles prasselt auf ihn ein, er ist eher “aufgeladen” und mit ungezügelter Energie.

Lavandula ist eher der zarte, durchscheinende Typ. Hat Mühe mit dem Selbstwertgefühl, und muss all die Dinge (Schwingungen), die auf ihn einströmen, verarbeiten und klären, um nicht in ein seelisches Tief zu fallen. Was sich am häufigsten in Verdauungsbeschwerden (Roemheld’sches Syndrom!) zeigt.

Kommentar verfassen