BÜROKRAM: E-Mail-Macken

Wer auch glauben mag, es sei Wurscht, wie man seine elektronische Post so handhabt; Es lohnt sich schon, sich an ein paar Spielregeln zu halten. Schliesslich wollen wir ohne nervige Details und Ablenkungen einen Inhalt transportieren möchten, der auch gelesen wird.

Auch eine elektronische Nachricht, ob als kommunikativer Austausch, als Infoschreiben an Ihre Klienten und als Newsletter, ist ein Aushängeschild ihrer Arbeit.

Motiviert durch Gitte Härter, die freundlich erlaubt, ihre Grafik zu übernehmen, möchte ich das Thema ebenfalls in Erinnerung rufen. Wenn Sie die Punkte unten lesen, denke ich primär an die beruflichen Nachrichten, im rein privaten Austausch können und dürfen wir das – zumindest in einzelnen Punkten – selbstverständlich etwas lockerer angehen.

Wobei es hier auch ein Zwischending gibt: So gehört beispielsweise auch die gemeinnützige Arbeit in einem Verein oder Organisation, die Leitung einer Spielgruppe, Mitglied einer Schul- oder Gemeindebehörde, dazu. Fact ist: Sie sprechen eine Zielgruppe an, die über ihren rein privaten E-Mail-Verkehr hinausgeht.

Früher hatten wir ausschliesslich die Briefpost, was ja eigentlich viel komplizierter war. Da ist doch E-Mail-schreiben schon um einiges einfacher, persönlicher und inzwischen auch für (fast) alle Bereiche legitim. Dennoch, gewisse Patzer können beim Empfänger sauer aufstossen und hinterlassen die Spur (ein Spürchen) des unprofessionellen Eindrucks (Was schade ist, weil man das ja nicht ist!!).

Wie schafft man es, seine Empfänger zu nerven? Gitte hat mit ihrer Grafik die häufigsten und lästigsten Unarten aufgelistet. Auch wenn einem jetzt nicht jeder Punkt persönlich stört, zu Herzen nehmen darf man sie sich trotzdem.

Oder wir denken: «also meine Leser sind nicht so pingelig!». Man kann sich täuchen. Möchten Sie wissen, wo ich pingelig bin?

Der Mailversand an eine Gruppe mit offengelegten E-Mail Adressen. Ein grober Patzer! Das ist rechtlich bedenklich und verlockt zur Sammelwut unter jenen, die Adressen für eigene Aktionen/Werbung missbrauchen.  (das hatten wir hier schon mal)

Zu wenig Klartext, um was geht es eigentlich? Anfragen ohne Frage: Ein Inhalt, wo mir etwas erzählt, vorgestellt, mitgeteilt wird und ich bis zum Schluss nicht weiss, was der Schreiber nun eigentlich von mir will. Das Ganze mag ja recht interessant sein, doch mag ich mich in alles vertiefen? Kommt zum Schluss noch die Aufforderung, wie sehr man sich über mein Feedback freut, hau ich auf die Löschen-Taste!

Keine Anwort innert nützlicher Frist. Ich kläre häufig Dinge per Mail ab, Informationen zu Produkten, Weiterbildungen oder auch wenn es um eine Zusammenarbeit geht. Hier geht es nicht nur um meinen Geduldsfaden, sondern auch um meinen Vorbehalt (und Erfahrung), dass es in diesen Fällen auch in Zukunft nicht schneller gehen wird. Auch eine knappe Antwort («wir klären das ab, wir werden ihre Anfrage so schnell wie möglich bearbeiten, blablabla») ist eine Anwort.

und, ja, ich gebe es zu, ich reagiere allergisch auf Schreibfehler (nicht auf einen vergessenen Buchstaben, auf wirklich fette Orthografiefehler aber schon). Dagegen, oder dafür, kann man etwas unternehmen.

So, aber was meint nun Gitte?

mailmacken gittehaerter 496x800 Nervende Mails: die E Mail Macken Liste

 

Lesen Sie dazu auch: 55 E-Mail-Sünden von Gitte.

und hier im Blog: Vorsicht Trittbrettfahrer

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