WIRKUNG FARBE: violett, purpur, magenta und Co.

abstract background from crystal

Heilfarbe VIOLETT, 450-400 nm.

Passend zum Herbst gehören die dunkelroten Farbtöne. Wenn jetzt hier von violett die Rede ist, so sind auch Lila, Purpur, Magenta, alle Farbtöne von rot bis blau, mit eingeschlossen.

Lila, die Vereinigung von warmem Rot und kaltem Blau ist Ausdruck der Vereinigung von Gegensätzen. Blau steht für das Element Wasser, Rot für das Element Feuer. Die Schnittmenge daraus, nämlich Violett, ist eine Farbe höchster Spannung. Je höher der Rotanteil, desto mehr nähert sich die Farbe dem Purpur, je höher der Blauanteil, verstärkt sich das Lila. Dem Element Wasser zugeordnet, zählt Lila zu den kühlen Farbtönen, allerdings auch abhängig vom Blauanteil. Je mehr Blauanteil, desto mehr Yin (kühlend, beruhigend), je mehr Rotanteil, desto mehr Yang (anregend, aktivierend). Quelle

Farbkreis Itten 1961.svg

Farbkreis von Johannes Itten, Quelle Wikipedia

Zwischen rot und blau, zwischen Feuer und Wasser, steht das Element des Herbstes, das Metall.

Es ist die Zeit, wo man sich wieder etwas zurückzieht, mindestens in die warme Stube, seine Aktivitäten naturgemäss etwas einschränkt und sich den stillen und sinnlichen Momenten widmet.

So fördern diese Farbtöne den Rückzugs und die Verbindung zu seinem Innern.

Nicht ohne Grund werden Kardinäle und hohe Kirchenträger in purpur gekleidet. Die Farbe symbolisiert von je her die Spiritualität und, nebst königsblau, die Verbindung zum Geistigen.

Die Farbe der Spiritualität

Wenn ich in der Praxis Farben kinesiologisch teste und violett positiv zeigt, ist die Reaktion ein lautstarkes «Ach Nein!», sofern sie die Farbe ablehnen. Der Grund ist, dass sie intuitiv all das nicht mögen, was violett verkörpert; Sie sind nicht gerne alleine, sind sehr aktiv mit ihren vielen Verpflichtungen. Sie fühlen sich wohler im pulsierenden, nach aussen gerichteten Leben. Mit viel Ablenkung vermeiden sie Momente der Besinnung.

Mit philosophischen Gesprächen können sie nicht viel anfangen, schon ein Nachtessen zu zweit kann zu langweilig sein. Garantiert hören sie keine Meditationsmusik und besuchen keine Yogakurse.

Häufig ist auch die umgekehrte Variante: ein zu grosser Hang zu dieser Farbe, sie kann süchtig machen. Diese Menschen ziehen sich zu häufig zurück, sind lebende Antennen, empfindlich, fragil. Sie suchen nach Antworten, in ihrem Innern, von den Engeln oder direkt vom gossen Meister. Einfach ein bisschen zuviel Yin, passiv, Stille, Rückzug. Sie haben eine tiefe Abneigung gegen Oberflächlichkeit und die Farbe orange (Komplementärfarbe), denn sie sehen hinter allem einen tieferen Sinn. Sie haben etwas “Entrücktes” an sich. Es kann ein Mangel an Bodenhaftung und Realitätsbezug entstehen. Ja, violett lädt zum Träumen ein – fern von den Anforderungen des Alltags.

Mit violett lässt sich’s wunderbar schlafen

Es wundert es nicht, dass violett als schlaf- und traumfördernd gilt. Somit ein ideales Farb-Gestaltungselement für ihr Schlafzimmer. Wer keine violetten Tapeten oder Bettwäsche will und trotzdem etwas gegen seine Schlafstörungen unternehmen möchte, legt ein violettes Tuch über die Nachttischlampe oder besorgt eine violette Glühbirne. Das funktoniert auch wunderbar bei Kindern.

Oft werden Kuschelecken im Kindergärten in diesen Farbtönen gestaltet. Einem Esoterikshop bekommt der dunkelrot – violette Touch sehr gut und genauso sind diese Farben an religiösen oder künsterischen Orten zu finden.

Die Farben passen zu Kunst und Muse, Vernissagen, Ausstellungen, einem Künstlerlokal, eine Kreativecke zuhause, hier kombiniert mit Orange, die kreativste Farbe die es gibt!

Ein Kick für die Leber

Violett ist die Farbe der Reinigung und Entgiftung. Der körperlichen Reinigung und der geistigen Transformation ebenso. Sie kann übrigens sehr starke Reaktionen hervorrufen. Stellen Sie niemals einen anderen Menschen in violettes Licht. Eine spirituelle Praktik (violette Flamme) von der ich abrate. Wir haben nicht das Recht dazu!

Unterstützen Sie sich selbst:

Die Farbe wird der Leber zugeordnet. Bei Fieber, Unwohlsein mit Übelkeit und Verdauungstörungen, legen Sie ein violettes Tuch über die Lebergegend. Oder sie hüllen die Leber mental in violett.

Witzig ist auch, dass sehr viele Leber-Galle-Pflanzen violett sind, bzw. ihre Blüten oder Früchte: Artischocke, Aubergine, Mariendistel, das Leberblümchen, der Enzian, im weitesten Sinne auch der Storchenschnabel und das Tausengüldenkraut.

Mehrere dieser Pflanzen sind in den klassischen Aperitif’s zu finden und dienen der Fettverdauung.

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Hinweis zur kinesiologischen Farbtestung: ich teste ganz einfach mit Farbkarten und weise den Klienten auf die praktische Unterstützung dieser Farbe im Alltag hin. Das kann mit Kleidern, Gegenständen, Decor, Bildern oder allem möglichen sein. Ziel ist es, jene Farbe zu testen, die einen neuen Impuls vermittelt, eine Schwingung, die das körpereigene Energiefeld anstupst. Das ist selten jene Farbe, die dem Klienten gefällt. Dann könnten sie auch fragen und es braucht keinen Test.

Ein Kommentar fuer “WIRKUNG FARBE: violett, purpur, magenta und Co.

  1. hallo Maria Hug,
    ich lese mit Vergnügen die Farbportraits…!
    ich habe mit Erstaunen die türkise Hyazinthe gesehen! Es gibt noch eine türkise Pflanze, bezw. ein Fruchstand vom Clerodendron. Ein faszinierendes Früchtchen, richtig poppig, pink/türkis!
    https://www.ebben.nl/de/treeebb/cltfarge-clerodendrum-trichotomum-var-fargesii/
    Steht auch in meinem Garten…
    Noch was: ich bin irgendwie nicht glücklich, wenn Magenta, (hot
    Pink) zum Violett dazu gehören soll. Es ist doch eine unglaublich extrovertierte Farbe, ähnlich wie Rot, sehr verschieden vom introvertierten Violett. Jedenfalls für meine Wahrnehmung.
    Liebe Grüsse Lea

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