PFLANZENPORTRAIT; Alchemilla

Die Blüten zeigen sich noch ganz versteckt, die Wassertropfen glitzern und glänzen im Morgenlicht

Die Blüten zeigen sich noch ganz versteckt, die Wassertropfen glitzern und glänzen im Morgenlicht

Ich habe einen speziellen Draht zu Alchemilla. Diese Pflanze begeistert mich einfach in allem! Ich könnte sie nie als Unkraut bezeichnen!

Aussehen

Die silbrigen „Wassertropfen“ in der Mitte der fächerförmigen Blätter – wunderschön am morgen früh – werden von der Pflanze selbst ausgeschieden (Guttation). Verrückt nicht?

Der Name Alchemilla bezieht sich darauf, dass die in den Laubblättern der Pflanze gesammelten Tautropfen von den Alchemisten des Mittel­alters als „himmlisches“ Wasser zur Bereitung des „Steines der Weisen“ gebraucht wurde. http://www.awl.ch/heilpflanzen/alchemilla_vulgaris/index.htm

Später treten in der Mitte des Blattes die Blütenstände hoch. Zuerst ganz zusammengekrugelet, ähnelt sie einer Gebärmutter.  Und wenn sich die grün-weiss-gelblichen Blüten langsam öffnen, verliert das kräftige Grün der Blätter seinen Glanz. Die Schöpfung ist getan!

Heilwirkung

Alchemilla hat an seiner uralten Anwendung bei Frauenleiden nie an Bedeutung verloren. Und dabei ist vor allem der Bezug zur Gebärmutter gemeint. Manchmal wird Frauenmantel auch eine hormonregulierende Eigenschaft nachgesagt. Das kann ich nicht bestätigen. Da finde ich Mönchspfeffer (Vitex agnus castus) oder die Silberkerze (cimicifuga) viel besser. Auch enthält die Pflanze hauptsächlich Gerbstoffe. Die spasmolytische (krampflösende) und tonisierende (stärkende) Eigenschaft wird auch bei der Vor – und Nachbehandlung von Geburten eingesetzt.

Das umhüllende Prinzip des Frauenmantel hilft bei allen Menstruationsbeschwerden. Krämpfe, Schmerzen, Rhythmus, Ausbleiben, zuviel, zu früh, zu stark, nicht mehr enden wollen …

Ein behütender Mantel

Behüten – empfangen – erschaffen. Das beschreibt «die Alchemistin» unter den Pflanzen.

Das weibliche Prinzip ist durch verschiedene Merkmale vertreten. Ihr Bezug zum Mond, das Prinzip von Spiegelung und Reflexion, die wenig differenzierte Farbe von Blüte und Blatt, die weichen Stengel und die Absonderung des Wassers, zeigt eindrücklich das Wasserelement dieser Pflanze – Das wir jedoch nicht zu geschlechtsspezifisch verstehen sollten. Aber es ist schon so, dass diese Pflanze in der Regel bei Frauen eingesetzt wird. Denn sie hat nicht nur mit weiblichen Attributen zu tun, sondern mit der Identifikation des eigenen Frausein.

«Magst du es, Frau zu sein?»

«Hmm, nun ja, geht so, man ist halt was man ist.»

«Magst du es, Frau zu sein? Mit allem Drum und dran? Mit monatlichen Geschichten und gebärendem Schoss?»

«ähh, ich weiss nicht. Müsste nicht sein. Praktischer wär’s schon. Ewig das Theater!»

«Liebst du es, mit jeder Faser deines Körpers und jedem Funken deines weiblichen Wesens, Frau zu sein?»

«Häää? Was meinst du denn damit

(Das war jetzt ganz doof, aber ich lass es stehen …)

Hingebungsvoll den Schoss öffnend …

Bei Alchemilla kommt mir Bauchtanz in den Sinn. Die „wohltuenden, weichen Hüftkreise und das rhythmische Loslassen der Hüften im Trommelwirbel … So lernen sie (die Tänzerinnen) die Wertschätzung der weiblichen Formen und ihrer Möglichkeiten im Tanz.“ (Zitat Erika Böni www.baladi.ch)

„Alchemilla- Frauen“ sind in Ihrem Wesen manchmal ein wenig hart. Ihr Schutz  ist wie eine Pellerine. Es perlt ab!

Mit der Einnahme  der Heilpflanze wird es zum  Outdoor Jacket. Atmungsaktiv und webknox.com regulierend. Die emotionalen Wogen glätten sich etwas, man wird etwas weiblicher, empfänglicher, hingebungsvoller und zarter!

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Linktipps:

http://www.awl.ch/heilpflanzen/alchemilla_vulgaris/index.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenmantel#Namen_und_Volksnamen

Zauberpflanze Alchemilla

Fotos:  18.5.2011 in meinem Garten und Wikipedia.

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