WERBUNG: Urheberrechte und Pressetexte – vorbeugen ist besser.

Aus Erfahrungen die Andere machen, lernen wir sehr viel. Anhand von 2 Beispielen, die ich mit Erlaubnis der Betroffenen hier notieren darf, lohnt es sich auf einzelne Dinge zu achten. Lesen Sie Selbst;

1. Beispiel: Pressetexte – Berufsbezeichnung

Praxiseröffnung, Tag der offenen Tür. Es ist nichts Falsches daran, wenn Sie die Presse kommen lassen. Doch achten Sie darauf, dass ihre Botschaft vom Schreiberling korrekt wiedergegeben wird. Damit meine ich besonders die Berufsbezeichnung/zutreffende Beschreibung ihres Angebots.

Eine Kinesiologin eröffnet ihre Praxis. Der Titel des Pressetextes ist: “Praxis für östliche Heilkunst. Kommenden Samstag lädt XXX zum Tag der offenen Tür in ihre Kinesiologie-Praxis ein. Dabei stellt sie die östliche Heilkunst Interessierten vor”.

Die Kinesiologie und östliche Heilkunst wird im ganzen Artikel munter durcheinander gemischt.

Dasselbe Durcheinander erfährt eine mir bekannte Tierkinesiologin. Sie wird im Pressemitteilung zur Tierheilpraktikerin.

Hinterher, nicht korrekte Berufsbezeichnungen lesen zu müssen, dass ärgert. Oft werden alternative Therapieformen in einen Topf geworfen und munter durcheinander gemischt. Die korrekte Bezeichnung Ihrer Tätigkeit beugt Missverständnissen vor.

Tipp:

  • Schauen Sie darauf, welche Berufsbezeichnung, Ausbildung oder Therapieform sich der Journalist notiert.
  • Schreiben Sie dem Journalisten die treffende Bezeichnung korrekt auf oder weisen Sie ihn mindestens darauf hin. Geben Sie ihm zu verstehen, dass dies für Sie sehr wichtig ist.
  • Sagen Sie dem/der Journalisten, Sie möchten den Bericht vor der Veröffentlichung gegenlesen. Das ist per E-Mail auch zackig möglich, da es bei der Zeitung ja immer eilt.

2. Beispiel: Urheberrechte

Das 2. Beispiel ist keine dumme Unachtsamkeit, sondern dreiste Absicht. Und ich hoffe, das kommt wirklich nur alle 100 Jahre mal vor!

Eine Frau, sie führt seit vielen Jahren erfolgreich ihr Geschäft, bekommt einen Telefonanruf aus Deutschland. Der Anrufer sagt ihr, dass sie (die Frau) für ihren Geschäftsauftritt sein Logo benutze! Was? Wie bitte? Sie staunte nicht schlecht. Das Logo benutzte sie schon seit vielen Jahren und es war inzwischen auf sämtlichen Werbeträgern bzw. zu ihrem Markenzeichen geworden. Sie hatte es damals für teures Geld von einem Grafiker gestalten lassen. Wie sich dann herausstellte, “gehörte” das Logo tatsächlich dem Anrufer aus Deutschland. Er hatte es ebenfalls professionell designen lassen, ein paar Jahre früher. Was nicht schwierig zu beweisen war.

Was ist hier passiert? Ganz einfach, der Grafiker hatte damals das Logo abgekupfert. Er hatte es 1:1 kopiert! Ohne Änderung! Gegen Bezahlung natürlich.

Eine Geschichte wie sie frecher nicht sein könnte. In diesem Fall kommt es nur deshalb nicht zu einer Strafanzeige, weil der Anrufer (der die Rechte auf das Logo besitzt) und die Frau (die gegen den Grafiker klagen könnte), sich sehr, sehr grosszügig verhalten haben.

Tipp: Ohne nun die ganze Grafikerbranche zu verurteilen; klären Sie immer ab, wie es mit den Urheberrechten steht. Auch dann, wenn Sie jemanden professionell dafür beauftragen. Natürlich sollte man sich bei einer Fachperson darauf verlassen können. Trotzdem ist das Thema eine kurze Rückversicherung wert.

  • Wo liegen die Rechte für Logos? Bei Ihnen als Auftraggeber oder beim Designer?
  • Ist das Logo “frisch gemacht” oder wurden Vorlagen verwendet, evt. abgeändert?
  • Woher stammen Fotos?
  • Wer hat die Rechte auf diese Fotos?
  • Sie als Kunde?
  • Der Grafiker, der sie auch für andere Arbeiten verwenden könnte?
  • Der Fotograf, der die Bilder gemacht hat?
  • Wie steht’s mit dem Text? Wer hat getextet?
  • Wurden Textteile im Internet oder aus Büchern verwendet?

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