PFLANZENPORTAIT: Die Esche – sie erträgt zu viel

Wenn man sich biegen und beugen muss, um die Lebensanforderungen zu erfüllen, dann wird das irgendwann schiefgehen.

Bis es dann plötzlich reicht und die Gelenke oder der Rücken überfordert sind.

Wird der Bogen derart überspannt, müsste es eigentlich irgendwann krachen.

Nicht so bei der Esche!

Wenn man die Eigenschaften des Eschenholzes (wird für Pfeil und Bogen verwendet) anschaut, ist man verblüfft über die Parallelen zum Wesen des hartnäckigen, belastbaren Menschen.

Das Holz der Esche wird in der Holzmanufaktur zur Herstellung von Sportgeräten, vor allem Barren verwendet.

Das Eschenholz ist hart und trotzdem bis zum Spannen biegsam. Es besteht die höchsten Ansprüche an Belastbarkeit und Härte.

“Die Nutzung von Eschen ist sehr vielfältig, denn sie gehören zu den wertvollsten Holzarten überhaupt. Sie sind besonders hart, und sind nicht brüchig, deshalb eignet sich Esche besonders gut für viele Bereiche, wie für den Bau von Musikinstrumenten, wie Geigen, oder Gitarren. Auch im Sportartikel-Bereich ist Esche eine beliebte Holzart. So werden Baseballschläger, oder Queues daraus gefertigt. Sogar im Schiffsbau finden Eschen eine gute Verwendung. Für Masten, oder Pinnen sind sie das ideale Holz.” zitiert aus http://www.hausgarten.net/pflanzen/baum/esche-fraxinus.html

Den Spagat machen

Wenn wir uns so biegen und strecken um all unsere Tagesverantwortung übernehmen zu können, wenn Lebenssituationen eine grosse seelische Spannbreite herausfordern und wir überall gebraucht werden, dann kann die Esche heilsam sein.

Rücken – und Gelenkbeschwerden sind häufige Zeichen von zu hohem Tragvermögen.

Das Wesen der Esche erträgt zuviel!

In der Praxis ist dieser Menschentyp sehr häufig. Die Esche wird nicht aufgeben, sie fordert sich und beugt sich den Umständen. Sie trägt die Alltagslast und emotionale Herausforderungen genügsam und still leidend.

Die Esche (Fraxinus excelsior) ist ein Rheumamittel und mit seinen Wirkstoffen harnfördernd.

Bei Rheuma muss die Harnausscheidung gefördert werden. Seit dem griechischen Arzt Dioskures und später Hildegard von Bingen wird die Esche als harnfördernder Tee verwendet. Ich bevorzuge die Tinktur, die ich bei bei Blasenentzündung, Gelenksbeschwerden und Rückenproblemen einsetze. Sofern das Wesen der Esche zum Patienten passt.

Im Vergleich;  Es gibt auch andere diuretisch wirkende Mittel. Doch das Wesen und damit  ihre individuelle Anwendung unterscheiden sich. Ebenfalls häufig ist die Brennnessel (Urtica dioica). Mit ihrem willensstarken, fast aggressiven, stürmischen Wesen. Oder die Goldrute (Solidago), die sehr emotional sein kann und Trost braucht. Der Schachtelhalm (Equisetum) wiederum sucht Klarheit und Struktur im Leben.

Die Esche (Fraxinus excelsior)  ist die Ausdauernde, Duldsame und Leidenstarke. Man könnte sagen; ihr Fehler ist es, dass sie zuviel erträgt.

Das Leben ist kein Test

Wenn Sie einer dieser Tage haben, wo es kaum mehr auszuhalten ist, wo die Spannung zu gross ist und die Belastbarkeit an einem kleinen Ort – dann wandern Sie zu einer Esche und spüren Sie ihre Botschaft. Und wenn Sie wieder zurück ins Leben gehen, dann nicht ohne irgendwas überdenkt zu haben – oder noch besser – mit einer guten Entscheidung, was wegzuschaufeln oder aufzuhören sich lohnt. Das Leben ist kein Test an ihre Tragfähigkeit und Ausdauer!

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Parallelen zur Bachblütentherapie:

Die Blütenessenz Oak Nr.22, kommt der Esche sehr nahe. Ebenfalls ein hartes Holz! Die Eiche kann sich schlecht erholen, ist auch zu ausdauernd und arbeitet bis zum Umfallen.

Die Blütenessenz Rock Water, Nr. 27, steckt mit seinen Glaubensätzen, bis zur Sturheit und Unbeugsamkeit hinter dem beschriebenen Wesen. Wenn wir glauben, das “alles tun zu müssen, weil man das eben so macht”, werden wir immer mit Überforderung zu kämpfen haben.

Ich kombiniere Phytotinkturen mit Blütenessenzen. Oftmals sogar gemeinsam in einem Spray.

Linktipps:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeine_Esche

http://www.hausgarten.net/pflanzen/baum/esche-fraxinus.html

Geschichtliches und Volksheilkunde:

http://www.henriettesherbal.com/eclectic/madaus/fraxinus.html

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