ENTSCHEIDUNGEN treffen (Teil 2): Ihr Unterbewusstsein braucht ein Ziel.

Scared Fish«Ich werde es dann schon spüren, wissen, fühlen, wenn die Zeit reif ist.»

Und dann wird hoffnungsvoll auf ein Zeichen gewartet. Mitunter muss man sich nicht entscheiden, wenn man sich anpasst, verbiegt und viel Mühe gibt.

Oft wäre es am einfachsten, wenn eine selbst gefällte Entscheidung überflüssig wird. So ein Zeichen, das wär schon gut, das würde es dann richten.

Soviel Geduld und Demut strapaziert die Belastbarkeit. Ist das wirklich nötig? Nicht selten staune ich, wieviel Nerven die Leute haben.

Alternativ können wir auch unserer Entscheidungsfähigkeit vertrauen und an unterstützende Kräfte glauben, als auf einen Wink des Schicksals zu hoffen.

Wenn nämlich das Zeichen nicht kommt? Was dann? Dann beruhigen wir uns gerne mit folgender Aussage:

«Ändere was du ändern kannst, und aktzeptiere, was sich nicht ändern lässt.»

Die Frage ist nur, lässt sich das, was sich nicht ändern lässt, wirklich nicht ändern? Ist es beispielsweise ein naturgegebenes Ereignis, wenn ich als Frau an meinem Arbeitsplatz weniger verdiene als der Kollege in derselben Firma, der genau die gleiche Arbeit macht??

Nun, als Therapeutin habe ich von soviel Demut die Nase voll!

Da halt ich mich lieber an de Gaulle:

„Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen, als ständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird.
Charles de Gaulle (1890-1970), frz. General u. Politiker, 1958-69 Staatspräs.

Rumhirnen muss nicht sein!

Wenn das Schicksal nicht mithilft, stützen wir uns auf den Verstand ab. Noch so ein Ausweichmanöver.

Verlieren Sie besser mal den Verstand, vor allem dann, wenn er nur Chaos anrichtet und zur Entscheidung nicht viel beiträgt. Und schon gar nicht dem Herzen folgt (aber immerhin den Vorgaben der Gesellschaft).

Natürlich wird mir da jeder Versicherungs – oder Businessberater widersprechen. Aber schauen Sie doch, was dabei herauskommt? Leere, glanzlose Augen, strenge Gesichter, langweilige Lebenswege, aber vernünftig, zuverlässig und konstant. AHA!

Clever und aktiv: schupsen Sie ihr Unterbewusstsein.

Ein bisschen nachhelfen können wir schon. Wir müssen nicht passiv bleiben. Wir haben die Wahl; Wir können uns entscheiden – unserer Entscheidungsfähigkeit zu vertrauen – oder nicht.

Aktiv nachhelfen, statt passiv hoffen:

  • Setzen Sie Ihrer Entscheidung ein ‘Verfalldatum’.

Fordern Sie ihr Unterbewusstsein und Bewusstsein auf, Klarheit zu erhalten. Komischerweise braucht es den kleinen Druck eine klare Aufgabe zu bekommen. Nämlich innerhalb einer gewissen Zeitspanne die Entscheidung zu “liefern”.

Auch das ist eine Entscheidung: «Ich vertraue darauf, dass ich bis Ende Woche die Entscheidung fällen kann.»

«Bis Mitte Jahr weiss ich, was ich tun muss!»

  • Versetzen Sie sich in den Zustand, als hätten sie schon entschieden.

Ganz einfach: Sie fühlen sich, als wär schon entschieden.

Dieses “jetzt ist es so”, trägt sie über den Tag, obwohl sie ihrem ganz normalen Tagesgeschehen nachgehen. Möglicherweise verhalten Sie sich auch ein bisschen so ;-). Wie fühlt sich das an?

Möchte man abnehmen, gibt es die Regel: «Verhalte dich so, als seist du schlank!» Das gehört zu den tiefsten Weisheiten überhaupt. Imagine!

  • Sehen Sie sich das tun, was Sie entschieden haben.

Schliessen Sie die Augen und fühlen Sie sich ganz in diese gewählte Realität hinein. Visualisieren Sie sich, wie Sie das Gewählte tun. Sehen Sie sich selbst in dieser Situation. Wie auf einer Leinwand im Kino.

Wie sehen Sie dabei aus?Verkrampft, gekrümmt, klein, gross? Strahlend, eher mies, etwas übellaunig, gestresst, oder etwa unglücklich?

Wie fühlt es sich an, sich so anzuschauen? Beruhigt sich ihr Körper, fäng er an in freudiger Erregung zu pulsieren? Oder verkrampft sich ihre Muskulatur, bekommen Sie eher eine nervöse Atmung, eine komisches Flattern?

  • Warten Sie nicht auf ein Zeichen, sondern verlangen Sie es.

Sie sind der Schöpfer, und wenn Sie Hilfe brauchen, ein zusätzlicher Fact, ein kitzekleiner Impuls, dann müssen Sie ihn schon anfordern. Liebevoll und klar, aber trotzdem anfordern. Nicht als Bittender, sondern als sich selbst – bewusster Gestalter seines Lebens.

Wenn ich mich bemühe und trotzdem keine Entscheidung treffen kann?

Dann lasse ich ganz die Finger von dieser Entscheidung.

Auch keine Entscheidung zu treffen — ist eine Entscheidung. Aber auch das muss entschieden werden. ;-)

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Entscheidungen Teil 1: diese Blüten unterstützen

Entscheidungen treffen Teil 4: Plankton-Entscheidungen

Entscheidungen treffen Teil 3: Meistens wüssten wir schon, was wir zu tun hätten.

Etwas Gewohntes anders machen

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