PFLANZENPORTRAIT: Ringelblume (Calendula) – die Reparateurin

Jetzt säen wir sie, im Sommer leuchten ihre gelb und orangen Blüten im Garten und später, wer das möchte, macht aus den getrockneten Blüten seine eigene Crème

Stellen Sie ein knalloranges Ringelblumensträusschen auf den Tisch. Es tut Ihnen und Ihrer Familie gut; Die tröstende Schwingung dieser Blumen heilt auch Wunden, die das Leben hinterlässt.

Wenn Erinnerungen schmerzen und wir dabei noch ganz offen und verwundbar sind, vermag Calendula mit ihrem warmen Wesen das offene Energiefeld zu schliessen.

Da wundert es nicht, dass das Blümchen auch noch orange ist! Die Farbe weckt neue Energie, Kreativität und Leidenschaft. Perfekt geschaffen, Calendula ist zielorientiert bis ins letzte Detail!

Ihr balsamisches, warmes Wesen ist völlig auf das Verschliessen von Verwundungen ausgerichtet. (Roger Kalbermatten, Ceres Heilmittel)

«Da wächst Gras drüber», sagt der Volksmund. Gartenfreunde wissen: «Da wächst Ringelblume darüber!»

Möchten wir das Wesen einer Pflanze erkennen, beobachten wir am besten ihre Eigenschaften in der Natur; Die Ringelblume erobert schnell jede freie Stelle im Garten (sofern sie sich versamen konnte). Das tut sie, um die Erde zu schützen. Sie bedeckt die Wunde des Bodens mit ihrem wärmenden Mantel.

So schützt sie auch unsere Haut, wenn Verletztungen stattgefunden haben.

Mit ihrem klebrigen Sekret „verklebt“ sie die Wunde und fördert so die Bildung des neues Gewebes. Das sie dabei auch desinfizierend wirkt, ist das gewisse Extra dazu. (ähnlich wie Aloe)

Sie kennen Calendula officinalis als bewährte Wundsalbe. Bei offenen Quetsch -, Riss-, und Schürfwunden ist sie die erste Wahl.

Super ist sie auch bei rissiger Haut an den Händen. Abends dick eincrèmen, mit Klarsichtfolie einwickeln, nicht zu eng, und am Morgen sind die Risse geschlossen.

Narbenpflege: schlecht heilende Narben oder zur Narbenpflege. Kann mit Johannisöl kombiniert werden.

Anwendungsformen/Verarbeitung:

So vielseitig verwendbar ist eine Pflanze selten. Mit einer Tinktur (oder Teeaufguss) können Sie gurgeln (bei Paradontose oder Aphten), abwaschen (Hautentzündungen, offene Beine), abtupfen (eitrige Wunden, Furunkel), baden (Ausschläge, Neurodermitis) oder wie gesagt, eincrèmen. Calendula gibt es in homöopathischer Form, als Tinktur, die getrockneten Blüten eignen sich für Tee oder Bäder. Es gibt Calendula aus Hautlotion oder in spagyrischer Verarbeitung.

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Anwendungshinweis:

Ringelblume wird nach Lösung des Schocks verabreicht. Dafür eignen sich Bach’s Notfalltropfen (oder Salbe) oder Arnica.

seelischen Wunden: Wenn Sie über einen Vorfall, ein Ereignis nicht hinwegkommen und es sie immer wieder traurig macht, nehmen sie doch ein paar Tage lang Ringelblumentinktur. Wenige Tropfen in ein Glas Wasser und über den Tag verteilt trinken. (lässt sich auch gut mischen mit 2-3 Tropfen Bach’s Notfalltropfen und/oder Geranium robertianum)

empfehlenswerte Links:

http://www.awl.ch/heilpflanzen/calendula_officinalis/index.htm

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