PFLANZENPORTRAIT: die Brennessel – wenn’s einem grausam juckt!

Große Brennessel (Urtica Dioica) im FreienDas Wesen der Brennessel (Urtica dioica) zu erkennen, ist sehr einfach. Dazu brauchen wir uns nur vorzustellen, wie die Haut reagiert, wenn sie mit Brennesselblätter in Kontakt kommt.

Sie wird rot, fängt an zu brennen und macht kleine juckende Quaddeln. Sie reagiert total übermässig und das auf fordernde, aggressive Weise.

Genau solche Krankheiten sind ihr Spezialgebiet. Brennende, juckende Haut und “überschiessende” (Immun-)Reaktionen. Als ginge es darum, dem Feind möglichst aggressiv entgegenzutreten und ihn niederzuhauen!

Roger Kalbermatten (Ceres Heilmittel) sagt dazu treffend:

Aggression wird meisten mit einer negativen, zerstörerischen Aktiviät in Verbindung gebracht. Doch Aggression, im ursprünglichen, positiven Sinn verstanden, beseitigt Hindernisse, damit sich neue Aktivität entfalten kann. (lat. aggredi, etwas angehen). Sie entfernt das alte, Verbrauchte, kraftlose, Überfällig und schafft dadurch Raum für Neues. Aggression und schöpferische Tätigkeit gehören untrennbar zusammen.

Den letzten Satz von Herr Kalbermatten sollten wir uns einprägen, denn: Aggression als kraftvolle, konstruktive Feuerenergie, die zu Taten herausfordert und, sofern man sich überwinden kann, zum konstruktiven Handeln anregt.

Die aggressive Kraft der Brennessel vermag sogar erstarrte Strukturen in Körper und Geist aufzulösen. Beschwerden im Bewegungsapparat, Gicht, rheumatische Beschwerden und Übersäuerung des Gewebes.

Es ist wiederum die aggressive Kraft, die den Körper von den alten, unbrauchbaren Stoffen befreit. Bei keiner anderen Pflanze ist der alte Begriff  “Blutreinigung” so treffend wie bei der Brennessel. Mit ihrem Eisengehalt peppt sie den Sauerstofftransport ziemlich auf. Ihre Kollegen, der Löwenzahn und Bärlauch treiben die frischen Blätter im Frühling zur selben Zeit. Ein kraftvolles Trio!

Weil die Brennessel soviel Eisen enthält, kommt sie auch als Wildgemüse auf den Tisch (junge, frische Blätter).

Linktipp: Spinat im Vergleich zur Brennessel bezüglich Eisengehalt. Mit Rezepten für die “wilde Küche”.

Das Zeichen einer fehlgeleiteten Aggression ist bezeichnend für die überschiessenden Immunreaktionen auf diverse Stoffe (Allergie). Juckende Augen und Haut, geschwollene Schleimhäute, fliessene Sekrete. Die Brennessel kann dieses Ungleichgewicht wieder ausgleichen, das Blut wird gereinigt und die Niere scheidet die Stoffe aus.

Dasselbe geschieht, wenn wir unsere Aggression nicht in kreative Prozesse leiten können. Wenn die Selbstüberwindung und der Wille blockiert, werden wir gereizt «es/das juckt mich ungemein …» und aggressiv in destruktiver Weise. Dann ist diese Kraft des Tuns und Handelns nicht in Harmonie mit dem Lebensfluss. Auch das führt zur Ansammlung von körperlichen und seelischen “Schlacken”.

Um es in meinen Worten zu beschreiben: Die Information der Pflanzenschwingung bringt uns auf eine subtilere Ebene des selben Themas. Das Thema, hier die Aggression, hatte das Schwere in sich, es erhebt sich, es wird lichtvoller. Beim hier beschriebenen Wesen der Brennessel geschieht das durch Selbstüberwindung.

Anwendung der Urtica dioica Urtinktur:

Ausleitung und Entgiftung über die Niere. Bei Stoffwechselkrankheiten wie Rheuma, Gicht, Allergien, nesselsuchtartigen Hautausschlägen (Urtikaria), Erschöpfung und Blutarmut.

Hinweis: Brennessel ist Western union online stark harntreibend. Vorsicht bei bestehenden Herz- oder Nierenerkrankungen.

Brennessel ist ein Heilmittel, kein Getränk!

Heilkräuter werden häufig als Tee über den ganzen Tag getrunken. Während einer Kur oder auch so, als dünnes, durstlöschendes Getränk.

Das sollten Sie nicht machen. Dieses Vorgehen kann die Niere stark “reizen”. Besser ist es 2-3 konzentrierte Tassen während einer Kur von max. 2 Wochen als Heiltee zu trinken.

Kommentar verfassen