PFLANZENPORTRAIT: Kapuzinerkresse: «du kannst selbst aus dem Schatten hervortreten!»

Kapuzinerkresse - TropaeolumHeute habe ich Kapuzinerkresse ausgesät. Eine Sorte mit dunkelroten Blüten. Die kommen später in Ampeln.

Natürlich wird die Tropaeolumtinktur nicht aus solchen, neuen Gartenzüchtungen gewonnen. Aber das spielt keine Rolle. Ich mag sie in allen Varianten.

In der dekorativen Küche kennen wir sie, als Heilpflanze hört man nicht so oft von ihr. Mir kommt Tropaeolum vorallem bei einer Indikation sofort in den Sinn; das sind die Vaginalmykosen. Tinktur einnehmen und äusserlich im Vaginalbereich behandeln (getränkter Tampon einführen).

Tropaeolum hilft bei allen Formen der Mykose (bei Fusspilz Bäder machen), Hautflechten und auch Blasenentzündungen. Letztere gehen dann aber meist mit der Vaginalmykose einher.

Pilze lieben den Schatten, die Wärme und sagen wir mal; das falsches Milieu. Zudem gehören sie zu den entwicklungsgeschichtlich sehr frühen Zellformen. Noch lange vor den Bakterien oder Viren. Sie verhalten sich sehr simpel, fehlt das Licht und ist es feucht, gefällt es ihnen.

Lass die Sonne auf dich strahlen!

Es ist verwegen zu sagen, dass ein Mensch mit Mykosen fest glaubt, sein Platz an der Sonne sei schon besetzt. Doch führen Sie dennoch ziemlich oft ein Schattendasein und haben tiefe Angst in den Vordergrund zu treten. Der Tropaeolum-Typ räumt anderen Menschen zuviel Macht ein oder versteckt sich hinter den Stärken jener, die er bewundert. Dabei fährt er unweigerlich im Windschatten anderer, möchte das Licht (Feuerenergie, Ruhm, Ehre) zwar selbst auch geniessen, glaubt aber steif und fest, es nicht verdient zu haben.

Die Farbe der Blüten ist bezeichnend. Das Orange bleibt versteckt unter den langen Ranken und Blättern, die über den Boden kriechen. Manchmal, im Sommer, drehe ich eine dieser Ranken um. Ich will die Blüten sehen! Das gefällt ihr überhaupt nicht. Die Blätter verfärben sich hell und wenn die Ranke weiterwächst, sind die leuchtenden Blüten wieder erdseitig versteckt unter den Blättern.

Im Wesen des Tropaeolum-Menschen steckt viel Kreativität (Farbe orange). Er weiss sehr genau um seine Stärken. Es fehlt ihm aber der Mut, damit nach aussen zu treten. Er versteckt sich lieber im Schatten anderer Menschen, als mit seinen Talenten selbst ans Licht zu kommen.

Es ist, wie wenn einzelne Bereiche der Persönlichkeit nicht mit höherem Bewusstsein durchdrungen werden können. Was jetzt so geschwollen tönt, kann ich nicht anders ausdrücken. Es fehlen die Licht- und Wärmekräfte, sich aus dem Schattendasein hervorzuheben.

Wenn es wieder fliesst, wandelt es.

All diese Dinge, die nicht vorankommen, die unbewusst festgehalten werden. Das bringt die Energie ins Stocken. Wo Energie nicht genügend fliesst, fängt es an zu modern. Dann muss das Haus wieder mal gut durchlüftet werden.

Pilze haben eine Affinität zu Stress, Ernährungsgewohnheiten (zucker- und eiweisslastig) und Belastungen durch Elektrosmog. Sie sind eine typische Erscheinung eines aus dem Gleichgewicht geratenen (immunschwächenden) Milieus.

Dabei wollen sie uns nicht einfach an den Kragen. Pilze versuchen dieses Milieu zu korrigieren. Sie dienen einer (Um) Wandlung der feuchten, dunklen Bereiche zu mehr Licht und Sauerstoff, zum fliessenden Leben.

Wo Wasser fliesst und Luft rumwirbeln kann, wo Sonne hinkommt, die Temperatur und das Licht (Trockenheit-Nässe) seinen Einklang findet, da gibt es keine Pilze. Das wissen wir spätestens seit dem wunden Babywindelfudi (Babypo).

Linktipp: Mykosen

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